Sat, 05 Jul 2008 16:06:41 GMT
Das nordrhein-westfälische Modellvorhaben "Selbstständige Schule", das größte Schulentwicklungsprojekt in Deutschland, läuft nach sechs Jahren wie geplant aus. Das Gemeinschaftsprojekt des NRW-Schulministeriums und der Bertelsmann Stiftung konnte in seinen Ergebnissen so überzeugen, dass 19 Modellregionen die Arbeit gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen weiterführen wollen. Zehn Kreise und neun kreisfreie Städte unterzeichneten heute in Düsseldorf gemeinsam mit Schulministerin Barbara Sommer entsprechende Kooperationsverträge.
Sind Leistungen von Hochschulen messbar? Wo liegen die Grenzen und Möglichkeiten der Leistungsmessung von Hochschulen? Welche Erhebungen sind sinnvoll und wie fließen die erhobenen Daten in die Steuerung der Hochschule ein? Oder werden nur Datenfriedhöfe geschaffen, die niemand nutzt? Und welche Merkmale, die gute Hochschulen ausmachen, entziehen sich einer Quantifizierung? Diese Fragen diskutieren Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Medien auf einem Symposium heute und morgen in Berlin, anlässlich des Abschieds von Prof. Dr. Detlef Müller-Böling, Leiter des CHE Centrum für Hochschulentwicklung, der Ende Juli 2008 aus dem Amt scheidet.
Mit dem Programm "Zukunft der Zivilgesellschaft" wird die Bertelsmann Stiftung auf dem Deutschen Stiftungstag 2008 vom 25. bis 27. Juni 2008 in München vertreten sein. Der Deutsche Stiftungstag wird vom Bundesverband Deutscher Stiftungen organisiert und ist die größte Veranstaltung für Stiftungen in Deutschland. Neben Informationen zur Bertelsmann Stiftung allgemein wird vor allem das Programm "Zukunft der Zivilgesellschaft" in seiner neuen Struktur und mit seinen neuen Publikationen auf der Messe vorgestellt.
Das von der Bertelsmann Stiftung entwickelte Instrument zur Selbstevaluation in Schulen (SEIS) wird ab Oktober dieses Jahres von sieben Bundesländern und dem Bundesverwaltungsamt - Zentralstelle für das Auslandsschulwesen - übernommen. Das gaben heute nach der Vertragsunterzeichnung die Niedersächsische Kultusministerin, Elisabeth Heister-Neumann, und der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Gunter Thielen, in Gütersloh bekannt.
Nach dem Nein der irischen Bevölkerung zum Vertrag von Lissabon sieht die Bertelsmann Stiftung nur eine einzige politisch realistische Option für den Fortgang des europäischen Verfassungsvertrages: Die nochmalige Wiederholung des Referendums in Irland, falls alle anderen europäische Länder den Vertrag ratifizieren. Allerdings müsste der Vertrag von Lissabon nach Einschätzung der Stiftung mit einer speziellen Erklärung für Irland aufgefrischt werden. Möglich wäre darin eine nochmalige Klarstellung der EU zu den drei "heiligen Kühen" für Irland: militärische Neutralität, Abtreibung, Unternehmenssteuern. Der Vorteil wäre, dass mit dieser Zusatzerklärung die bereits erfolgte Ratifikation in den anderen EU-Mitgliedstaaten ihre Gültigkeit behalten würde - der Vertrag müsste nicht neu verhandelt werden.
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